Berliner Kältebus angezündet, Täter muss dauerhaft in Psychiatrie
Nach dem Brandanschlag auf einen Kältebus der Berliner Stadtmission hat das Landgericht Berlin die unbefristete Unterbringung des Täters in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der 43 Jahre alte Mann hatte am Neujahrstag 2026 die Motorhaube des Fahrzeugs in Berlin Moabit mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 70.000 Euro.
Das Gericht folgte einem psychiatrischen Gutachten und der Staatsanwaltschaft. Nach Angaben des Vorsitzenden Richters leidet der Mann seit vielen Jahren an einer psychischen Erkrankung und war deshalb schuldunfähig. Die Tat sei im Wahn geschehen, die Unterbringung zum Schutz der Allgemeinheit notwendig.
Der Beschuldigte hatte die Tat vor Gericht gestanden. Er erklärte, er habe erreichen wollen, dass sich Polizei und Gericht mit Personen befassen, von denen er sich seit 23 Jahren verfolgt fühle. Zeugen hatten ihn auf einem Parkplatz in der Lehrter Straße beobachtet und festgehalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
