Bergung verschütteter Leichen: UN fordert uneingeschränkten Zugang zum Gazastreifen
Der UN Menschenrechtskommissar Volker Türk hat einen uneingeschränkten Zugang zum Gazastreifen gefordert, damit internationale Ermittler die Bergung sterblicher Überreste begleiten und Beweise sichern können. Er warf Israels Militär vor, Gebiete im Gazastreifen ohne Rücksicht auf die Toten unter den Trümmern dem Erdboden gleichzumachen.
Türk sagte, die Bergung vor allem von Frauen und Kindern könne auf mögliche Kriegsverbrechen hindeuten. Auch ganze Familien würden unter zerstörten Gebäuden freigelegt. Zudem müsse jede Anstrengung unternommen werden, um Opfer zu dokumentieren, zu identifizieren und die Familien zu informieren.
Nach Angaben palästinensischer Behörden wurden seit November 2025 die sterblichen Überreste von 630 Menschen geborgen. Sie schätzen, dass noch mehr als 8000 Menschen unter den Trümmern liegen könnten. Israels Streitkräfte teilten mit, sie prüften die Aussagen.
