Assad Cousin in Syrien zum Tode verurteilt
In Syrien ist ein Cousin des gestürzten Machthabers Baschar al Assad zum Tode verurteilt worden. Wassim al Assad wurde in Damaskus wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen.
Der Richter erklärte, der Angeklagte sei wegen der vorsätzlichen Tötung mehrerer Menschen in Verbindung mit Folter und Brutalität verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass al Assad im Bürgerkrieg zwei bewaffnete Milizen gründete, die an tödlichen Angriffen in der Nähe von Damaskus beteiligt waren. Verurteilt wurde er auch wegen Anstiftung zum Bürgerkrieg, Freiheitsentzug und Folter. Gegen das Urteil kann er noch vor dem höchsten syrischen Gericht Berufung einlegen.
Der 46 Jährige war im vergangenen Jahr nahe der Grenze zum Libanon festgenommen worden, der Prozess begann im Juni. Der Libanon kündigte zugleich an, den syrischen Ex General Adel Issa an Syrien auszuliefern. Ihm werden ebenfalls Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Die syrische Übergangsregierung will die Verbrechen der Assad Führung ahnden. Vor einer Woche war auch Baschar al Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden.
