Armut und Existenzsorgen: Warum Vertrauen sich manchmal auszahlt
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Armut und Existenzsorgen: Warum Vertrauen sich manchmal auszahlt

Der ehemalige Berliner Schulleiter Engin Çatık setzt auf radikales Vertrauen im Schulalltag. Über dieses Prinzip hat er das Buch „Ich gebe niemanden auf“ geschrieben. Er sagt, Kinder und Jugendliche, besonders mit schwierigen Startbedingungen, bräuchten zuerst Zutrauen, damit Lernerfolge möglich werden.

Çatık leitete zwei Schulen mit hohem Anteil an Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache. An einer Sekundarschule in Berlin Tempelhof stiegen die Anmeldungen später über die vorhandenen Plätze hinaus, danach übernahm er eine Schule in Schöneberg. Dort habe sich der Schulalltag nach seinen Angaben durch konsequentes Vorgehen und den Aufbau von Vertrauen spürbar beruhigt.

Er verweist auch auf seine eigene Biografie, die von Armut und familiären Problemen geprägt war. Viele Eltern seien nicht desinteressiert, sondern durch Existenzsorgen belastet. Nun arbeitet Çatık am Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen und will Lehrkräfte auch bei der Vermittlung sozialer Kompetenzen stärken.

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