Arbeiterwohlfahrt will Bündelung von Sozialleistungen
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Arbeiterwohlfahrt will Bündelung von Sozialleistungen

Die Arbeiterwohlfahrt fordert im Streit über eine Reform des Sozialstaats eine Bündelung von Sozialleistungen. Vorgeschlagen wird, Grundsicherung, Wohngeld und Kinderzuschlag zu einer neuen Leistung für erwerbsfähige Menschen zusammenzufassen. Ergänzt werden soll das durch einen sogenannten Erwerbsbooster als finanziellen Anreiz für sozialversicherungspflichtige Arbeit.

Nach Berechnungen des Ifo Instituts könnten die untersten Einkommensgruppen dadurch im Schnitt 515 Euro im Jahr mehr zur Verfügung haben. Die Armutsgefährdungsquote würde um 0,9 Prozentpunkte sinken. Besonders profitieren sollen Alleinerziehende und Familien mit Kindern.

Gleichzeitig rechnet das Institut mit Mehrkosten von 5,4 Milliarden Euro pro Jahr. Die Arbeiterwohlfahrt schlägt vor, diese teilweise durch den Abbau von Steuerfreibeträgen für wohlhabende Familien bei Betreuung, Erziehung und Ausbildung zu finanzieren.

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