Ankunft zahlreicher Migranten: Spanien entsendet Soldaten nach Ceuta
Die spanische Regierung entsendet nach der Ankunft zahlreicher Migranten Soldaten in die Nordafrika Exklave Ceuta. Bis Freitag sollen drei Züge mit je 20 Soldaten, eine Tauchereinheit und ein Militärschiff verlegt werden. Zusätzlich wird die Polizei auf 200 Spezialeinsatzkräfte aufgestockt. Die Soldaten sollen die Guardia Civil dabei unterstützen, die Sicherheit in der Stadt aufrechtzuerhalten.
In den vergangenen Tagen waren nach Behördenangaben mehr als 1500 Migranten angekommen. Am Donnerstag erreichten erneut zahlreiche Menschen die Stadt, die an Marokko grenzt und zu EU Gebiet gehört. Die Aufnahmezentren sind überfüllt, viele Menschen leben derzeit im Freien. Spanische Behörden meldeten zudem mindestens neun Tote beim Versuch, Ceuta zu erreichen.
Regionalpräsident Juan Jesús Vivas hatte wegen der Lage den Einsatz von Armee und zusätzlichen Polizeikräften gefordert. Madrid lehnte die Ausrufung eines nationalen Notstands ab. Als mögliche Ursache gilt ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Anfang Juli, das eine unmittelbare Rückweisung nach Marokko untersagt, wenn Menschen im Meer aufgegriffen werden.
