Angeblich aufrührerische Bücher: Polizei nimmt in Hongkong mehrere Buchhändler fest
Die Polizei in Hongkong hat fünf Menschen wegen Verstößen gegen das umstrittene Nationale Sicherheitsgesetz festgenommen. Den zwei Männern und drei Frauen wird vorgeworfen, in ihren Geschäften Publikationen mit staatsgefährdenden Inhalten verkauft zu haben. Nach Angaben der Regierung enthielten die Werke Aufrufe zum Hass gegen Hongkongs Regierung, Justiz und Strafverfolgungsbehörden.
Auslöser der Ermittlungen war den Behörden zufolge, dass der Zoll vor den Durchsuchungen Bücher mit aufrührerischen Inhalten bei der Einfuhr aus dem Ausland abgefangen hatte. Lokalmedien berichteten, dass es sich um zwei unabhängige Buchläden handelt. Einer davon, Have a Nice Stay, wurde von ehemaligen Reportern gegründet und will den Betrieb Ende August aus finanziellen Gründen und wegen schwer zu fassender roter Linien einstellen.
Zuletzt waren in Hongkong bereits weitere Buchhändler ins Visier der Behörden geraten. Human Rights Watch kritisierte die Festnahmen und sprach davon, dass die chinesische Regierung freies Denken fürchte.
