Adoption könnte Japans Monarchie stabilisieren - Frauen weiterhin ausgeschlossen
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Adoption könnte Japans Monarchie stabilisieren – Frauen weiterhin ausgeschlossen

Japans Monarchie sieht sich einem akuten Nachwuchsproblem gegenüber. Um die Thronfolge zu sichern, plant die Regierung, künftig auch Adoptionen in die kaiserliche Familie zuzulassen. Frauen, wie die beliebte Prinzessin Aiko, bleiben jedoch weiterhin vom Kaiserthron ausgeschlossen.

Laut Berichten ist die Entscheidung auf den Einfluss traditioneller Kreise zurückzuführen. Professor Naotaka Kimizuka, Historiker an der Komazawa-Universität in Tokio, erklärt, dass die Suche nach männlichen Nachfolgern nun auch entfernte Verwandte des Kaiserhauses einbezieht. “Es wird darauf bestanden, dass der Nachfolger ein Mann sein muss”, so Kimizuka.

Aktuell kommen nur drei Männer als Erben des 66-jährigen Kaisers Naruhito infrage. Diese sind Naruhitos Bruder, der 60-jährige Kronprinz, dessen 19-jähriger Sohn sowie der 90-jährige Onkel des Kaisers. Die Reform sieht vor, Nachkommen des ehemaligen Hochadels, die nach dem Krieg ihre Titel verloren haben, wieder in das Kaiserhaus aufzunehmen. Diese könnten dann adoptiert werden und als potenzielle Thronfolger gelten.

Die Mehrheit im Parlament scheint diese Lösung einer Zulassung von Frauen zur Thronfolge vorzuziehen. Historiker Kimizuka äußert jedoch Bedenken, dass es möglicherweise niemanden geben wird, der Interesse an einer Adoption zeigt. Er fordert eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzes, um die Bestimmung über männliche Nachfolger aus der männlichen Linie abzuschaffen.

Die Dringlichkeit einer Lösung ist hoch, da das japanische Kaiserhaus derzeit nur noch 16 Mitglieder zählt. Die Bevölkerung hingegen zeigt sich zunehmend offen für eine weibliche Thronfolgerin. Passanten in Tokio, darunter die 70-jährige Hausfrau Keiko, äußern den Wunsch, dass die Stimmung in der Gesellschaft stärker berücksichtigt wird. Viele glauben, dass eine Frau wie Prinzessin Aiko das Land glücklich machen könnte.

Die Aussicht auf eine Frau auf dem Chrysanthementhron bleibt jedoch weiterhin ungewiss.

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