Abschaffung wird geprüft: Verschwinden bald 17.000 Notrufsäulen von den Autobahnen?
Die Autobahn GmbH des Bundes prüft eine mittelfristige Abschaltung der rund 17.000 Notrufsäulen an deutschen Autobahnen. Grund dafür ist die deutlich gesunkene Nutzung seit der Verbreitung von Mobiltelefonen und eCall Systemen. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums gingen die Meldungen über das System von rund 167.000 im Jahr 2009 auf etwa 30.000 im Jahr 2023 zurück.
Die Kosten für Betrieb, Wartung und Instandhaltung sowie für die Notrufzentrale lagen 2025 bei rund 4,5 Millionen Euro, im Jahr 2024 bei rund 8,2 Millionen Euro. Die Autobahn GmbH betont, die Verkehrssicherheit habe oberste Priorität, und prüfe technische Entwicklung, tatsächliche Nutzung und Sicherheitsaspekte. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Widerspruch kommt vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat, der Verkehrswacht und dem Versicherungsverband. Der ADAC hält eine Abschaltung grundsätzlich für nachvollziehbar, fordert aber zuvor eine bessere Mobilfunkabdeckung an Autobahnen.
