Abriegelung des Westjordanlands: Netanjahu inszeniert sich erneut als Israels „Mr. Sicherheit“
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will das Westjordanland nach einem Schussangriff mit verletzten Israelis abriegeln lassen. Nur wenige Stunden nach dem Vorfall stellte er die Schließung der Übergänge zwischen Israel und dem Palästinensergebiet in Aussicht. Die Abriegelung der Stadt Hebron sei bereits angeordnet worden.
Der Angriff ereignete sich vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel. Netanjahu sprach von einem schweren Anschlag, den die Sicherheitskräfte verhindert hätten. Der Konflikt mit den Palästinensern gilt im Wahlkampf als zentrales Thema. Rechte Politiker werben mit einem harten Vorgehen gegen palästinensische Gewalt.
Netanjahu versucht damit auch, sein Image als Israels Sicherheitsgarant zu stärken. Zugleich wird die Gewalt radikaler israelischer Siedler im Westjordanland im politischen Lager der Rechten kaum thematisiert. In dem besetzten Gebiet haben sich die Spannungen seit dem Hamas Überfall und dem Gaza Krieg weiter verschärft.
