Ebola und die globale Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen
Ärzte aus der ostafrikanischen Gemeinschaft haben sich in Nairobi über die Behandlung von Ebola ausgetauscht. Dabei wurde auch der Fall des US Mediziners Peter Stafford erwähnt, der sich in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infizierte und Mitte Mai nach Deutschland ausgeflogen wurde, um an der Charité behandelt zu werden.
Im Mittelpunkt stand zudem das experimentelle Medikament MBP 134, das von der Weltgesundheitsorganisation und Africa Centres for Disease Control and Prevention für den Ebola Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo priorisiert wurde. Das Mittel besteht aus monoklonalen Antikörpern und zeigte in Laborstudien sowie in Tests an Menschen vielversprechende Ergebnisse. Neben MBP 134 wurde auch Remdesivir als geeignet für die Versuchsanwendung während des Ausbruchs eingestuft.
Mehrere Fachleute verwiesen auf die ungleiche Verteilung medizinischer Mittel zwischen Europa und Ostafrika. Sie betonten zugleich, dass frühere Ebola Ausbrüche auch ohne Medikamente durch Isolation, Kontaktnachverfolgung und Aufklärung eingedämmt wurden.
