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Ebola und die globale Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen

Die Behandlung von Ebola zeigt nach Einschätzung von Ärzten aus Deutschland und Ostafrika eine deutliche Ungleichverteilung im globalen Gesundheitswesen. Thomas Cronen von der Berliner Charité schilderte bei einem Treffen in Nairobi, wie groß der Unterschied zwischen der Versorgung in Deutschland und den Bedingungen in Ostafrika sei. Besonders sichtbar werde das am Beispiel des US Mediziners Peter Stafford, der nach einer Ebola Infektion in der DR Kongo in Berlin behandelt wurde.

Die WHO und das Africa Centres for Disease Control and Prevention hatten Mitte Mai 2026 entschieden, für den Ausbruch in der DR Kongo zwei Medikamente für eine experimentelle Behandlung zu priorisieren, darunter MBP 134. Das Mittel besteht aus monoklonalen Antikörpern und gilt als vielversprechend. Zugleich ist der Zugang zu solchen Medikamenten in Afrika begrenzt, weil dafür auch geeignete Kliniken, Lagerung und medizinische Betreuung nötig sind.

Cronen und der Epidemiologe Gertler betonten, dass frühere Ebola Ausbrüche in Afrika auch ohne Medikamente eingedämmt worden seien. Sie verwiesen zudem auf sinkende internationale Hilfsbereitschaft und geplante Kürzungen bei US Auslandshilfen, die die Versorgung weiter erschweren könnten.

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