Deutschland will einen Sitz im UN Sicherheitsrat
Deutschland bewirbt sich um einen nichtständigen Sitz im UN Sicherheitsrat für die Amtszeit 2027 und 2028. Über die Vergabe entscheidet am 3. Juni die UN Generalversammlung. Deutschland war bisher sechsmal Mitglied des Gremiums, zuletzt 2019 und 2020.
Außenminister Johann Wadephul sieht gute Chancen, verweist aber auf den Wettbewerb. Das Auswärtige Amt begründet den Anspruch auch mit Deutschlands Rolle als zweitgrößter Beitragszahler des UN Systems nach den USA. Im Sicherheitsrat will Deutschland nach eigenen Angaben den Schwerpunkt auf Konfliktprävention, Krisenlösung sowie Klima und Sicherheit legen.
Die Bewerbung steht zugleich vor Gegenkandidaten: Österreich und Portugal gelten ebenfalls als aussichtsreich. Für einen Erfolg braucht Deutschland zwei Drittel der Stimmen der 193 Mitgliedsstaaten. Fachleute verweisen zudem auf die Spannungen im Sicherheitsrat und auf den schwierigen Reformbedarf des Gremiums.
