Libanon Konflikt: Warum militärischer Druck nicht reicht
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Libanon Konflikt: Warum militärischer Druck nicht reicht

Im Süden des Libanon dauern die Kämpfe zwischen dem israelischen Militär und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah an. Zugleich hat Israel Angriffe auf Ziele der Miliz in den südlichen Vororten Beiruts angeordnet. Die israelische Regierung begründet das mit Verstößen gegen die Waffenruhe. Der Iran macht Israels Vorgehen für das Ausbleiben eines Waffenstillstandsabkommens mit den USA verantwortlich, während libanesische Medien von Fluchtbewegungen berichten und Präsident Joseph Aoun von einer brutalen israelischen Aggression spricht.

Wegen der zugespitzten Sicherheitslage wurde eine Reise der deutschen Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan in den Libanon abgebrochen. Beobachter sehen hinter dem israelischen Vorgehen das Ziel, die Hisbollah militärisch zu schwächen. Zugleich wächst die Sorge, dass der Druck auf den Libanon politische Lösungen erschwert und die Handlungsspielräume der Regierung in Beirut weiter einengt.

Eine zentrale Rolle spielen nach Einschätzung von Fachleuten die USA als wichtigster Verbündeter Israels und als einzige externe Macht mit Einfluss auf beide Seiten. Mehrere Beobachter halten fest, dass militärischer Druck allein keinen dauerhaften Ausweg schafft. Voraussetzung für eine Entschärfung sei ein Ende der Gewalt und eine Grundlage für Verhandlungen.

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