BNetzA entwirft Reform zu Netzentgelten, Solarbranche warnt
Die Bundesnetzagentur hat einen vorläufigen Zwischenstand für eine Reform der Netzentgelte im Strombereich vorgelegt. Ziel ist es, die Netzentgeltsystematik an die Bedingungen der Energiewende anzupassen und die Kostenverteilung nach Angaben der Behörde fairer zu gestalten. Dazu sollen knappe Kapazitäten mit einem Preis versehen, Engpasskosten vermieden und Flexibilität besser unterstützt werden.
Für Betreiber privater und gewerblicher Solaranlagen im Eigenverbrauch sind höhere Grundpreise vorgesehen. Auch Erzeugungsanlagen sollen künftig an der Netzfinanzierung beteiligt werden, bisher konnten sie kostenlos einspeisen. Geplant ist ein jährlicher Kapazitätspreis von voraussichtlich vier bis sieben Euro pro Kilowatt und Jahr. Bestandsanlagen sollen ausgenommen bleiben.
Der Bundesverband Solarwirtschaft kritisiert die Pläne deutlich und warnt vor einer höheren Belastung für Solar und Speicher. Nach Einschätzung des Verbands könnten die Kosten für Solaranlagenbetreiber stärker steigen als von der Bundesnetzagentur angenommen. Die neuen Regeln sollen zum 1. Januar 2029 in Kraft treten.
