Toten Hosen in Rente? Der Punk braucht keine Fackelträger
Die Toten Hosen veröffentlichen nach neun Jahren ein neues Studioalbum, das zugleich ihr letztes sein soll. Mit dem Titel „Trink aus, wir müssen gehen!“ kündigt die Band auch ihren Abschied an und will nach fast 45 Jahren auf Tour gehen.
Das Album entstand in rund zwei Jahren auf einem umfunktionierten Bauernhof im Münsterland. Sänger Campino und die übrigen Bandmitglieder arbeiteten dabei an den Songs unter Zeitdruck, mit Streitigkeiten, Schreibblockaden und vielen Korrekturen. Am Ende zeigten sich alle zufrieden. Das Cover greift das erste Plattencover „Opel Gang“ von 1983 auf und ist eine Hommage an den Anfang der Bandgeschichte.
Die Toten Hosen waren 1988 mit „Ein kleines bisschen Horrorschau“ kommerziell erfolgreich, später folgten zahlreiche Chartplatzierungen und große Hits wie „Tage wie diese“. In dem Zusammenhang wird die Band als prägend für den deutschsprachigen Punk beschrieben, der in Clubs, Hallen und Stadien angekommen sei. Gleichzeitig betonen Musiker aus jüngeren Punk und Indie Bands, dass Punk auch heute für Haltung, Freiheit und Ausdruck stehe.
