Erneuerbare Grundlast: ein Mythos?
Trotz sinkender Kosten und des Ausbaus erneuerbarer Energien in Europa bleibt der Bedarf an gesicherter, grundlastfähiger Stromerzeugung bestehen. Uniper Renewables hat untersucht, inwieweit Wind und Solarstrom zusammen mit Speichern Grundlastprofile liefern können.
Die Analyse zeigt, dass reine Solarprofile wegen ihrer starken saisonalen Schwankungen kaum geeignet sind, über längere Zeit eine konstante Last zu decken. In Kombination mit Wind verbessert sich das Bild deutlich, weil sich die beiden Technologien saisonal gegenläufig verhalten. Auf einer gemeinsamen Fläche lassen sich je nach Verhältnis von Wind zu Solar Grundlastanteile von 12 Prozent im konkreten Projektbeispiel und bis zu 44 Prozent in synthetischen Profilen erreichen.
Mit zusätzlichen Speichern steigt der Anteil weiter. Tagesspeicher können den Grundlastenergieanteil auf rund 21 Prozent beziehungsweise 63 Prozent erhöhen. Uniper kommt zu dem Schluss, dass erneuerbare Grundlast unter idealisierten Bedingungen möglich ist, derzeit aber anspruchsvoll und kostenintensiv bleibt.
