Wegen des Iran Kriegs: Deutschland sucht Nähe zu Golfstaaten
Deutschland sucht wegen des Kriegs zwischen Iran, den USA und Israel verstärkt den Kontakt zu Staaten in der Golfregion. Außenminister Johann Wadephul empfing in dieser Woche unter anderem seinen türkischen Amtskollegen Hakan Fidan, den Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed, sowie den jordanischen Kronprinzen Hussein bin Abdallah.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich Ende April nach einer Klausur seiner Partei desillusioniert über das Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran gezeigt. Deutschland wolle sich weiterhin europäisch diplomatisch um eine Lösung bemühen und stimme sich eng mit der US Seite ab, sagte Merz. Zugleich richtet sich der Blick auf Gespräche mit Staaten der Golfregion, die selbst von Angriffen und Drohungen betroffen sind.
Nach Einschätzung aus Berlin geht es dabei um Verlässlichkeit und die Absicherung einer regelbasierten Ordnung. Auch die Aufhebung der Sperrung der Straße von Hormus gehört zu den zentralen Anliegen. Zugleich spielt die diplomatische Aktivität eine Rolle für Deutschlands Bewerbung um einen nicht ständigen Sitz im UN Weltsicherheitsrat. Am 3. Juni entscheidet die UN Vollversammlung.
