Suche nach Opfern des Zugunglücks in Spanien dauert an
In Spanien suchen Rettungskräfte nach dem schweren Zugunglück weiter in den zerstörten Waggons nach möglichen weiteren Opfern. Mit drei großen Kränen, Drohnen mit Wärmebildsensoren und Suchhunden sind die Bergungsarbeiten auch in der Nacht fortgesetzt worden.
Bei dem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der Provinz Toledo kamen am Mittwochmorgen mindestens 68 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Mehr als 540 Passagiere saßen in den beiden Zügen. Angehörige können in Madrid, Toledo, Córdoba und Sevilla DNA Proben abgeben, um die Identifizierung der Opfer zu erleichtern.
Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte eine dreitägige Staatstrauer bis Samstag an und versprach eine umfassende Aufklärung. In Madrid kam es am Abend zu Protesten vor dem Verkehrsministerium, bei denen es Spannungen mit der Polizei gab. Als mögliche Ursache des Unglücks gilt auch menschliches Versagen, die genaue Ursache ist aber weiter unklar.
