Digitale Barrierefreiheit: Gesetzlich vorgeschrieben, aber oft missachtet
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Digitale Barrierefreiheit: Gesetzlich vorgeschrieben, aber oft missachtet

Die meisten Webseiten verfehlen die gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandards der digitalen Barrierefreiheit. Eine Analyse von BR Data zeigt, dass fast 80 Prozent der getesteten Seiten gegen mindestens ein Kriterium verstoßen. Bei den untersuchten Startseiten bayerischer Städte und Gemeinden lag der Anteil bei 86 Prozent.

Seit 2020 müssen Webseiten öffentlicher Stellen barrierefrei sein, ebenso Onlineshops und Buchungsportale. Für Deutschland meldet die zuständige Überwachungsstelle, dass sich die Barrierefreiheit von Webseiten im Berichtszeitraum insgesamt nicht wesentlich verbessert habe und sich die Lage bei mobilen Anwendungen eher verschlechtert habe. Keine Behördenwebseite und keine App habe die vollständige Barrierefreiheit erreicht.

Die Probleme reichen von unzureichend beschrifteten Links bis zu Seiten, die sich ohne Maus nur schwer bedienen lassen. Der Bitkom spricht von weiterem Nachholbedarf und fordert praxistaugliche Vorgaben sowie Rechtssicherheit für Unternehmen.

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