Wettgewinne, Filmmillionen: So sieht das Geldwäschegeflecht von Flávio Bolsonaro aus
Nach seiner Wahlniederlage gegen Luiz Inácio Lula da Silva hat Flávio Bolsonaro Brasilien verlassen und ist nach Angaben aus Fotos in Miami. Das Oberste Gericht hatte zuvor angeordnet, dass er das Land nicht verlassen und seine Pässe abgeben müsse. Gegen Bolsonaro laufen mehrere Ermittlungen, unter anderem wegen Geldwäscheverdachts und wegen einer möglichen Finanzierung eines Films über seinen Vater Jair Bolsonaro.
Im Geldwäsche Fall geht es um ein Netzwerk von Glücksspielfirmen und um den Anwalt Willer Tomaz. Ermittler vermuten, dass über dessen Umfeld bis zu 1 Milliarde US Dollar gewaschen wurden. Bolsonaro und Tomaz sollen eng befreundet sein, Bolsonaro nutzte im Januar 2025 einen Privatjet aus Tomazs Firmenumfeld. Zudem soll Bolsonaro Mitkontoinhaber eines Bankkontos der Alcazar Holding gewesen sein.
In einem zweiten Verfahren steht der Film Dark Horse im Fokus. Dort soll der frühere Banker Daniel Vorcaro Geld zugesagt und später tatsächlich Millionen gezahlt haben. Bankauszüge und veröffentlichte Nachrichten deuten zudem auf Verbindungen zu einem von Eduardo Bolsonaro kontrollierten Fonds hin.
