Neuvergabe von milliardenschweren Windparkentwicklungsflächen auf See
Das Bundeswirtschaftsministerium erwägt nach Angaben aus veröffentlichten Berichten eine geordnete Rückgabe und Neuvergabe von Offshore Windparkentwicklungsrechten. Anlass sind Warnungen der Länder vor einem drohenden Einbruch bei Aufträgen für Zulieferer und vor Risiken für den Ausbau großer Erzeugungskapazitäten.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche deutete in ihrer Antwort auf den Brief ein Einlenken an. Sie verwies auf überambitionierte Ausschreibungen und steigende Kosten, die die Realisierung von Offshore Windparks gefährdeten. Für Projekte, die nicht mehr wirtschaftlich umsetzbar seien, halte sie eine Rückgabe und Neuvergabe für gerechtfertigt.
Betroffen sind vor allem Flächen mit Zuschlägen für Total Energies und BP beziehungsweise Jera Nex BP. Die Unternehmen hatten 2023 zusammen 12,6 Milliarden Euro für Projekte mit 7 Gigawatt geboten. Sie verweisen inzwischen auf höhere Material und Komponentenkosten, verspätete Netzanschlüsse und veränderte Marktbedingungen im Stromhandel.
