Netanjahu bei der Wahl in Israel vorn
Bei der Wahl in Israel liegt das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Auszählung von mehr als 70 Prozent der Stimmen vorn. Es kommt demnach auf 54 Sitze, der Oppositionsblock unter Gadi Eisenkot auf 48 Mandate, die arabischen Parteien erreichen 18 Sitze. Ein klarer Sieger steht damit noch nicht fest, die Ergebnisse können sich noch deutlich verschieben.
Israel verzeichnete mit fast 78 Prozent die höchste Wahlbeteiligung seit 1999. Netanjahu sprach in Jerusalem von einer klaren Mehrheit seines Lagers und forderte eine rechtsgerichtete, nationale, starke Regierung. Eisenkot warf ihm vor, die Sicherheit des Landes für politische Zwecke zu missbrauchen.
Die Wahl gilt als richtungsweisend. Im Mittelpunkt standen die Folgen des Hamas Angriffs vom 7. Oktober 2023, radikale Siedler im Westjordanland und der Wehrdienst für ultraorthodoxe Juden. Nach dem amtlichen Endergebnis soll Präsident Izchak Herzog binnen sieben Tagen einen Abgeordneten mit der Regierungsbildung beauftragen.
