Kritik an Audi Chef Döllner reißt nach Auftritt mit Trump nicht ab
Die Kritik am Auftritt von Audi Chef Gernot Döllner an der Seite von US Präsident Donald Trump hält an. SPD Generalsekretär Tim Klüssendorf nannte das Vorgehen einen Skandal und forderte Konsequenzen im VW Konzern. Auch Linken Chef Luigi Pantisano verlangte den Rücktritt Döllners. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sprach von einer politischen Inszenierung und sagte, eine Wahlkampfveranstaltung sei nicht der richtige Ort für die Ankündigung einer Investition.
Döllner war am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung der US Republikaner aufgetreten. Dort ging es um das geplante erste Audi Werk in den USA im Bundesstaat Georgia. Die Investition soll 4,2 Milliarden Dollar betragen, nach Angaben des Unternehmens sollen rund 4500 Arbeitsplätze entstehen.
Audi verteidigte den Auftritt. Eine Sprecherin erklärte, eine Delegation habe die Gespräche über das Werk vorangebracht und sei gebeten worden, die Pläne gemeinsam mit dem US Präsidenten vorzustellen. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, parteipolitische Neutralität sei ein wichtiger Grundsatz.
