Strom und Wärme: Wie präzise Prognosen die kommunale Kasse schützen
Präzise Prognosen für Strom und Wärme gewinnen für kommunale Versorger an Bedeutung, weil Gewinne aus dem Energiegeschäft oft Verluste anderer Aufgaben wie Bäder oder ÖPNV ausgleichen. Fehlplanungen im Betrieb können deshalb direkt die Haushalte der Kommunen belasten.
Bei der Sektorenkopplung mit Großwärmepumpen, Blockheizkraftwerken, Speichern sowie Solar und Wind reicht es nach Darstellung des Autors nicht aus, nur auf die Technik zu setzen. Entscheidend seien belastbare Daten zu Erzeugung, Stromlast und Wärmelast. Ohne diese drohten unnötige Kosten, etwa durch den Einsatz von Anlagen in teuren Stromstunden oder durch falsch geplante Wärmeproduktion.
Eine Studie des Fraunhofer IOSB AST beziffert den Effekt: Schon ein Prozentpunkt mehr Genauigkeit bei der Wärmeprognose kann laut Berechnung einen Marktwert von über 50 Millionen Euro im deutschen Fernwärmemarkt haben. Für einzelne Stadtwerke ergeben sich je nach Größe deutliche finanzielle Spielräume im kommunalen Haushalt.
