Hohe Wahlbeteiligung und Manipulationsvorwürfe in Serbien
In Serbien zeichnet sich bei der Parlamentswahl eine hohe Beteiligung ab. Nach Angaben des unabhängigen Wahlbeobachtungsinstituts Cirta hatten bis 13 Uhr rund 41 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, deutlich mehr als bei der letzten Parlamentswahl zu diesem Zeitpunkt.
Die Studentenprotestbewegung setzt auf einen Erfolg mit einer unabhängigen Liste von 250 Expertinnen und Experten. In Belgrad berichteten Wählerinnen und Wähler von der Hoffnung auf Veränderungen. Zugleich gibt es auch überzeugte Anhänger von Präsident Aleksandar Vucic, die vor allem Stabilität und Kontinuität erwarten.
Wahlbeobachter meldeten Unregelmäßigkeiten, darunter das Fotografieren von Stimmzetteln. Cirta zufolge wurde dies bis zum Mittag in jedem vierten Wahllokal gemeldet. Vucic betonte nach seiner Stimmabgabe, dass die Wahl demokratisch verlaufe. Die Wahllokale schließen um 20 Uhr, danach ist das Ergebnis offen.
