Nur ein toter Bandit ist ein guter Bandit: Wahlkampf in Brasilien
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Nur ein toter Bandit ist ein guter Bandit: Wahlkampf in Brasilien

In Brasilien bestimmen Gewalt und Kriminalität den Wahlkampf vor der Stichwahl ums Präsidentenamt. Viele Menschen sehen die Macht der Banden als zentrales Problem des Landes. Der Satz „nur ein toter Bandit ist ein guter Bandit“ findet dabei viel Zuspruch.

Auslöser der Debatte ist ein Polizeieinsatz vom 28. Oktober 2025 in Rio de Janeiro, bei dem 122 Menschen starben, darunter fünf Polizisten. Die Behörden zählen 117 Tote zum organisierten Verbrechen, doch der Einsatz wird auch als mögliches Massaker kritisiert. Für einige gilt er als Erfolg gegen die Drogenbanden, für andere als Zeichen staatlicher Gewalt.

Im Wahlkampf setzt der rechtskonservative Kandidat Flávio Bolsonaro auf einen harten Kurs gegen Kriminalität. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wirbt dagegen für eine bessere Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden und will die Finanzströme der kriminellen Organisationen bekämpfen.

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