In Gaza droht eine neue Ernährungskrise
Die Ernährungslage im Gazastreifen droht sich weiter zu verschärfen, weil das Welternährungsprogramm seine Lieferungen deutlich kürzen muss. Ursache sind geringere Beiträge der internationalen Geldgeber. Hilfsorganisationen warnen, dass sich die Versorgung innerhalb weniger Tage drastisch verschlechtern könnte.
Händler berichten, dass seit mehr als zehn Tagen kaum noch Grundnahrungsmittel über kommerzielle Lieferungen nach Gaza gekommen seien. Auslöser sei ein Streit über Gebühren gewesen, die die Hamas von Händlern verlangt habe. Auf den Märkten fehlten Mehl, Eier, Fleisch und Geflügel.
Auch bei Brot wird die Lage angespannter. Zehn von 17 kommerziellen Bäckereien mussten wegen fehlender Mehlvorräte schließen. Das Welternährungsprogramm beliefert noch 21 Bäckereien, muss aber ebenfalls kürzen. Nach Angaben der UN Organisation werden künftig 500000 Menschen weniger pro Monat erreicht. Zwei Drittel der Bevölkerung leiden bereits unter akuter Ernährungsunsicherheit.
