Trotz Sanktionen: Bericht: Russischer Konzern finanzierte heimlich LNG Projekt in Alaska
Der russische Energiekonzern Novatek soll einem Bericht zufolge ein Flüssiggasprojekt in Alaska heimlich finanziert und gesteuert haben. Ein früherer Geschäftsführer von Polar Train LNG sagte der Financial Times, Novatek habe das Vorhaben kontrolliert. Das Unternehmen baut derzeit ein Gasexportterminal in Alaska, das Teil einer Trump Initiative ist, mit der die Energieexporte nach Asien ausgeweitet werden sollen.
An dem Projekt ist dem Bericht zufolge auch der Investor Gentry Beach beteiligt, der gute Verbindungen zur Trump Familie haben soll. Polar Train LNG wurde im März gegründet, um ein bereits teilweise von Novatek gebautes Gasterminal fertigzustellen. Für Gespräche mit Russen wegen möglicher gemeinsamer Geschäfte nach einem Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatte das US Unternehmen beim US Finanzministerium eine Genehmigung beantragt, die bisher nicht erteilt worden sein soll.
Der frühere Geschäftsführer Joel Riddle trat im September zurück und begründete dies damit, dass Novatek das Unternehmen finanziert und die strategische Ausrichtung bestimmt habe. Polar LNG wies die Vorwürfe zurück und erklärte, Riddle sei entlassen worden. Novatek bestreitet, dass die Aufhebung von Sanktionen mit dem Projekt in Alaska verknüpft sei.
