Wie Flávio Bolsonaro Zweifel an der Demokratie in Brasilien sät
In Brasilien treffen die Wählerinnen und Wähler am 25. Oktober zwischen dem linken Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und dem rechten Kandidaten Flávio Bolsonaro aufeinander. Bolsonaro hat im Wahlkampf immer wieder Zweifel an der Demokratie unter Lula geschürt und behauptet, die Regierung habe ein institutionelles Ungleichgewicht geschaffen und sich mit einer Fraktion des Obersten Bundesgerichts verbündet.
Faktenchecks weisen diese Darstellung zurück. Demokratieindizes sehen Brasiliens demokratische Institutionen unter Lula stabiler als unter Jair Bolsonaro, Flávios Vater. Nach den Angriffen auf das Wahlsystem in der Amtszeit des früheren Präsidenten habe sich die politische Lage seit 2023 etwas beruhigt.
Bolsonaro richtet seine Vorwürfe auch gegen Richter Alexandre de Moraes und den Obersten Gerichtshof. Zugleich werfen Beobachter der Bolsonaro Familie vor, mit Angriffen auf Institutionen und ständigem Misstrauen gegenüber demokratischen Verfahren die politische Polarisierung weiter zu verschärfen.
