Palästinenser bitten um Hilfe: Israels Armee startet Großeinsatz in Hebron
Nach dem tödlichen Angriff auf zwei israelische Soldaten hat die israelische Armee einen großangelegten Einsatz im Westjordanland begonnen. In Hebron müssen nach palästinensischen Angaben hunderte Familien ihre Häuser verlassen. Der Gouverneur der Stadt spricht von einer kollektiven Bestrafung der Zivilbevölkerung.
Die Armee erklärte, sie führe präzise und gründliche Durchsuchungen durch, die mehrere Tage dauern dürften. Palästinensische Behörden riefen die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen auf. Sie werfen Israel vor, mit dem Vorgehen Spannungen zu verschärfen und die Bevölkerung kollektiv zu bestrafen. Nach Angaben der palästinensischen Seite wurden rund 250 Familien vertrieben.
Der Einsatz folgt auf einen Angriff zweier Bewaffneter an einem Kontrollpunkt nahe Hebron, bei dem zwei Soldaten getötet und drei weitere verletzt wurden. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu stellte danach eine besonders weitreichende Militäroffensive in Aussicht. In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt.
