Korruption und Schlägertrupps: Studenten könnten Vučićs System bei einem Wahlsieg auffliegen lassen
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Korruption und Schlägertrupps: Studenten könnten Vučićs System bei einem Wahlsieg auffliegen lassen

Am Sonntag steht Aleksandar Vučić vor einer seiner größten politischen Herausforderungen. Gegen den serbischen Präsidenten tritt eine Studentenbewegung an, die in Umfragen gute Chancen hat, die Parlamentswahl zu gewinnen. Sollte sie erfolgreich sein, könnte das nach Einschätzung von Beobachtern gravierende Folgen für das seit Jahren auf Loyalitäten, Korruption und politischem Druck aufgebaute System haben.

Vučić regiert Serbien seit mehr als zwölf Jahren in wechselnden Ämtern und zielt nun wieder auf das Amt des Ministerpräsidenten. Transparency International stuft Serbien im Korruptionswahrnehmungsindex schlechter ein als alle Nachbarländer, auch die Trennung von Staats und Partei gilt als unzureichend. Berichte über Druck auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst, Wahlmobilisierung über Parteistrukturen und eingeschränkte Kontrolle durch Antikorruptionsbehörden prägen das Bild.

Die Studentenbewegung setzt dagegen auf eine basisdemokratische Kandidatenliste mit 250 Bewerbern und vermeidet prominente Führungsfiguren. Zugleich bleibt ihre politische Linie teils unklar. Sie lehnt Sanktionen gegen Russland ab, stellt den EU Beitrittsprozess zur Abstimmung und beansprucht den Kosovo als Teil Serbiens. Beobachter rechnen nach der Wahl mit Spannungen, zumal die OSZE unfaire Bedingungen und den Missbrauch staatlicher Mittel kritisiert.

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