Operation Chargeback: Merkur Tochterfirma wickelte Zahlungen ab
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Operation Chargeback: Merkur Tochterfirma wickelte Zahlungen ab

Im Rahmen der Operation Chargeback ermitteln das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz gegen internationale Betrugs und Geldwäschenetzwerke. Im Zentrum stehen der Missbrauch von Kreditkartendaten und illegale Zahlungsabwicklungen über Scheinfirmen und Fake Webseiten. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks führen Spuren auch zu einer Tochterfirma des Glücksspielkonzerns Merkur.

Die Euro Payment Group, kurz EPG, wickelte demnach Kreditkartenzahlungen für Scheinfirmen und Betreiber von Fake Websites ab. Interne Dokumente der Kreditkartenfirma Visa und weitere Unterlagen sollen zeigen, dass über die Merkur Tochter auch Händler aus einem weiteren Firmen Netzwerk angebunden waren, über das Fake Abos von Pornoseiten abgerechnet wurden. Die Ermittler rechnen die Zahlungsempfänger unter anderem Ray Akhavan zu, der als enge Vertraute von Jan Marsalek galt.

Visa hatte EPG zuvor mehrfach wegen hoher Chargeback Raten kritisiert und Strafzahlungen in Höhe von mehreren 100.000 Euro verhängt. Merkur bestätigte die Zahlungen, betonte aber, von einem betrügerischen Zweck der abgewickelten Zahlungen keine Kenntnis gehabt zu haben.

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