Eilverfahren wegen Plünderungen: Das sind die ersten Strafen nach den Krawallen in Frankreich
Wenige Tage nach den Krawallen in Frankreich sind in Schnellverfahren erste Urteile gefallen. In Paris wurden am Dienstag rund 70 Fälle verhandelt. Viele Angeklagte erhielten Bewährungsstrafen, andere müssen eine Haftstrafe verbüßen.
Die Justiz ging dabei vor allem gegen Eigentumsdelikte vor. Fast alle Angeklagten waren junge Männer, viele von ihnen wurden mit mutmaßlichem Diebesgut auf der Straße oder beim Verlassen von Geschäften festgenommen. Prozesse wegen Gewalt gegen Beamte spielten zunächst eine deutlich kleinere Rolle.
In Lyon wurden am Montag 25 Personen einem Richter vorgeführt, 18 von ihnen verurteilt. Die Strafen reichten dort von vier bis zehn Monaten Haft sowie von acht bis 24 Monaten auf Bewährung. Gegen fünf Menschen wurden zudem Aufenthaltsverbote verhängt. In Paris und Lyon gab es sowohl Freisprüche als auch Gefängnis und Bewährungsstrafen. Einzelne Angeklagte erhielten zudem Tagessätze und gemeinnützige Arbeit.
