Nahverkehr: Deutschlandticket light kommt vorerst nicht
Ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im Nahverkehr kommt vorerst nicht. Ein entsprechender Antrag mit dem Namen Bundesweiter elektronischer Gelegenheitstarif wurde kurzfristig von der Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz genommen. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen wurde der Mehrheitsbeschluss damit begründet, dass der Antrag zu kurzfristig vor der Tagung gestellt worden sei.
Die Verkehrsminister von Nordrhein Westfalen und Hamburg hatten einen Vorschlag für ein sogenanntes Deutschlandticket light eingebracht. Vorgesehen war ein Angebot, bei dem Nutzer per Smartphone Fahrtbeginn und Fahrtende registrieren und der günstigste Tarif automatisch berechnet wird. Insgesamt hätten sie pro Monat aber nicht mehr als für ein Deutschlandticket zahlen sollen.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter verwies schon vor der Sitzung auf fehlende Mittel. Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen lehnte das Vorhaben ab. Sozialverbände begrüßten die Idee dagegen als Möglichkeit für günstige Mobilität.
