Neue Studie: Warum Industrieländer beim Klimaschutz zögern könnten
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Neue Studie: Warum Industrieländer beim Klimaschutz zögern könnten

Eine neue Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung untersucht für 169 Staaten, wie Klimapolitik auf nationale Vermögenswerte wirkt und welche geopolitischen Chancen und Risiken daraus entstehen. Demnach profitieren Länder mit großem Potenzial für erneuerbare Energien oder für die Bindung von CO₂ besonders stark, während Staaten, die vom Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle abhängen, eher Verluste verzeichnen.

Nach Angaben der Forscher machen die besonders betroffenen Länder nur sechs Prozent der globalen Wirtschaftsleistung aus. Länder in Afrika könnten dagegen von ihrem hohen Solarenergie Potenzial profitieren. Als besonders zögerlich gegenüber ambitionierter Klimapolitik gelten 19 fossil abhängige Staaten. Zugleich sehen die Autoren 51 Länder im globalen Süden, 13 Länder mit hohem Potenzial für erneuerbare Energien und 17 Länder mit hoher Kohlenstoffbindungskapazität als besonders interessiert an einer schnellen Klimawende.

Die Studie ordnet die übrigen 69 Volkswirtschaften, darunter die EU, China und die USA, in ein Cluster mit moderaten Auswirkungen ein. Die Forscher empfehlen, Klimakooperation durch Paketdeals zu stärken, etwa mit Zugeständnissen beim Klimaschutz, Zusagen bei Handel oder Forschung und Entwicklung sowie finanziellen Ausgleichen.

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