Rot Grün Rot in Berlin nimmt trotz Kritik
In Berlin rückt eine rot grün rote Koalition näher. Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus haben sich SPD, Grüne und Linke auf formale und ernsthafte Gespräche über ein Bündnis verständigt. Während SPD und Grüne der Einigung ihrer Unterhändler bereits zugestimmt haben, muss die Linke noch auf einem Parteitag über Koalitionsgespräche entscheiden.
Die Linke hatte die Wahl vor der CDU, der AfD, den Grünen und der SPD gewonnen. Bei Erfolg der Verhandlungen könnte ihre Spitzenkandidatin Elif Eralp die Regierende Bürgermeisterin werden. Das mögliche Bündnis stößt vor allem bei Konservativen auf Kritik. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einer Belastung für die Bundesregierung und forderte, die Gespräche mit der Linken zu beenden.
Auch inhaltlich gibt es Streit. Die geplante Vergesellschaftung von rund 160000 Wohnungen und die Debatte über Antisemitismus sorgen für Kontroversen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte vor einer Gefahr für den Standort, während Ökonom Marcel Fratzscher die Kritik als übertrieben bezeichnete.
