Regierung räumt Versäumnisse ein: Frankreich arbeitet Krawalle im Untersuchungsausschuss auf
Frankreichs Parlament will die schweren Krawalle und Plünderungen vom vergangenen Wochenende aufarbeiten. Die Fraktionen in der Nationalversammlung haben sich darauf verständigt, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen. Hintergrund sind die Ausschreitungen in mehreren Großstädten, bei denen die Regierung Versäumnisse eingeräumt hat.
Der Ausschuss soll vor allem klären, wie sich die Behörden auf solche Ereignisse vorbereiten und wie der Einsatz zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung ablief. Innenminister Laurent Nuñez sprach von einem Kontrollverlust in mehreren Großstädten. Die Vorsitzende der Nationalversammlung, Yaël Braun Pivet, hatte eine solche Aufarbeitung bereits am Sonntag angeregt.
Nach Angaben von Le Monde sollen die Sicherheitskräfte nach den wochenlangen Schülerprotesten nicht in der Lage gewesen sein, die Ausschreitungen zu verhindern. In Paris, Marseille, Lyon und Bordeaux setzte die Polizei den Angaben zufolge mehr als 19.000 Tränengas und Blendgranaten ein.
