Deutsche Autozulieferer in Serbien: Jobs mit Armutslöhnen
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Deutsche Autozulieferer in Serbien: Jobs mit Armutslöhnen

Deutsche Autozulieferer verlagern seit Jahren Arbeitsplätze nach Serbien. Das Land lockt Unternehmen mit niedrigen Personalkosten, schnellen Genehmigungen, Sonderwirtschaftszonen und Freihandelsabkommen mit der EU und China. Zu den Firmen gehören unter anderem ZF, Continental, Bosch und Brose.

Für die serbische Wirtschaft bringt das Wachstum und mehr Beschäftigung. Viele der neuen Jobs sind jedoch niedrig bezahlt und mit hohen Belastungen verbunden. Beschäftigte berichten von starkem Produktionsdruck, steigenden Zielvorgaben und Einschränkungen im Arbeitsalltag. Nach Angaben des Soziologen Vladimir Simović liegt der Mindestlohn bei umgerechnet knapp 3,20 Euro pro Stunde und damit nur wenig über der Armutsgrenze für einen Einpersonenhaushalt.

Gewerkschaften haben bei Mercedes Benz, Audi und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Beschwerden über Arbeitsbedingungen eingereicht. Gleichzeitig investieren einige Firmen auch in qualifiziertere Tätigkeiten. Trotzdem bleiben auch diese Stellen in Serbien deutlich günstiger als in Deutschland.

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