Brasilien Wahl: Benachteiligte Meta Präsident Lula?
In Brasilien sorgt eine mögliche Einflussnahme des Konzerns Meta im Wahlkampf weiter für Aufmerksamkeit. Die Zeitung Folha de S. Paulo meldete unter Berufung auf interne Kommunikation, Mitarbeiter von Meta hätten eingeräumt, die Instagram Konten von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva vorübergehend eingeschränkt zu haben. Zugleich seien das Profil seines Herausforderers Flávio Bolsonaro und dessen Kanal bei WhatsApp von der Plattform empfohlen worden.
Meta wies den Vorwurf einer politischen Bevorzugung zurück. Die genannten technischen Probleme seien bekannt, die zitierten Gespräche hätten sich nur auf deren Schwere bezogen. Jede Behauptung, Meta bevorzuge eine Seite, sei falsch, erklärte der Konzern.
Lulas Lager kündigte eine Beschwerde bei der Organisation Amerikanischer Staaten an. Ein Richter des Obersten brasilianischen Wahlgerichts untersagte Meta, die Reichweite politischer Inhalte der beiden Rivalen bis zum Ende des Wahlkampfs ungerechtfertigt einzuschränken. Für Verstöße droht eine tägliche Geldstrafe von 500000 Real.
