Forscher: Meeresboden bremst Eisschmelze in der Antarktis
Vor der Ostantarktis hat das deutsche Forschungsschiff Polarstern eine bisher wenig beachtete Bremse für das Abschmelzen des Eises entdeckt: Der Meeresboden stabilisiert nach Angaben des Forschungsteams das Polareis. Ein 260 Meter hoher und 65 Kilometer langer Hügel aus Sand, Schlamm und Gestein hat demnach den Rückzug des Eises an einer Stelle verlangsamt.
Die Forschenden gehen davon aus, dass solche geologischen Formationen das Abschmelzen nur abschwächen, aber nicht aufhalten können. Nach ihren Erkenntnissen gelangt durch veränderte Windrichtungen und Strömungen warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis und schmilzt die Gletscher von unten. Besonders deutlich zeigt sich das am Denman Gletscher, dessen Eismasse laut den Forschenden ausreicht, um den Meeresspiegel weltweit um 1,5 Meter ansteigen zu lassen.
