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Halle: Jüdische Studenten berichten von Morddrohungen

Vertreter der Jüdischen Studierendenunion Deutschland berichten nach eigenen Angaben von deutlichen Anfeindungen und Morddrohungen. Auslöser ist eine Aktion vor der Synagoge in Halle, bei der sie den AfD Landtagsabgeordneten Hans Thomas Tillschneider von einer Gedenkveranstaltung fernhielten.

JSUD Vorsitzender Ron Dekel verteidigte das Vorgehen und sagte, Rechtsextremisten hätten in einer Synagoge nichts zu suchen. Die AfD wird in Sachsen Anhalt vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Tillschneider kritisierte die Aktion scharf, die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung.

Dekel äußerte sich auch zur Debatte über Antisemitismus bei den Koalitionsgesprächen in Berlin. Er warf der Linkspartei vor, in Teilen antisemitisch zu sein, und forderte von SPD und Grünen, dies bei der Regierungsbildung zu berücksichtigen.

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