|

Argentinien: Proteste für mehr Geld an Universitäten

In Argentinien sind Hunderttausende Menschen gegen Kürzungen im Bildungsbereich auf die Straße gegangen. Allein in Buenos Aires versammelten sich Tausende vor dem Kongressgebäude, auch in anderen Universitätsstädten gab es große Kundgebungen. Studenten, Universitätsmitarbeiter, Gewerkschafter und Oppositionspolitiker forderten eine bessere Finanzierung der staatlichen Hochschulen und protestierten gegen den Sparkurs von Präsident Javier Milei.

Die Kundgebung in der Hauptstadt verlief zunächst friedlich, dann kam es zu Zusammenstößen. Vermummte Demonstranten warfen Steine und andere Gegenstände auf Sicherheitskräfte, die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Nach Angaben des Sicherheitsministeriums wurden mindestens 25 Menschen festgenommen, mehrere Polizisten verletzt.

Im Streit um die Hochschulfinanzierung verweigert die Regierung die Freigabe zusätzlicher Mittel trotz eines vom Parlament beschlossenen Gesetzes. Der Dachverband der öffentlichen Universitäten warnt, die Hochschulen könnten ihre grundlegenden Aufgaben im kommenden Jahr nicht mehr erfüllen. Seit Mileis Amtsantritt im Dezember 2023 ist das Budget der staatlichen Hochschulen nahezu halbiert worden.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert