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Albanien: Proteste gegen die Regierung weiten sich aus

In Albanien haben sich die Proteste gegen die Regierung und Missstände im Hochschulwesen ausgeweitet. Nach einer friedlichen Demonstration vor dem Bildungsministerium in Tirana kam es am Dienstagabend zu Ausschreitungen, die sich inzwischen auch auf weitere Städte erstrecken. In Korçë wurden Medienberichten zufolge Steine und Molotowcocktails auf Schulen geworfen, außerdem gab es Proteste in Durrës und Lushnja. In Tirana setzte die Polizei Tränengas ein, als Demonstrierende erneut versucht hatten, sich dem Bildungsministerium zu nähern.

Seit Dienstag wurden im Zentrum der Hauptstadt zudem eine Bank und Räume einer Universität verwüstet, mehrere Regierungsgebäude gewaltsam betreten und mindestens eines davon in Brand gesetzt. Nach Angaben aus Tirana wurden fast 100 Polizisten verletzt und mehr als 100 mutmaßliche Randalierer festgenommen. Wegen der Gewalt verschob das Parlament eine geplante Plenarsitzung. Ministerpräsident Edi Rama machte Oppositionelle für die Ausschreitungen verantwortlich. Studierende protestieren gegen schlechte Studienbedingungen, hohe Kosten und fehlende Perspektiven und fordern auch seinen Rücktritt.

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