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Albanien: Proteste gegen die Regierung weiten sich aus

In Albanien haben sich die Proteste gegen die Regierung weiter ausgedehnt. Auslöser sind seit längerem Beschwerden junger Menschen über Missstände im Hochschulwesen, hohe Ausbildungskosten und schlechte Perspektiven. Nach einer zunächst friedlichen Demonstration vor dem Bildungsministerium in Tirana kam es am Dienstagabend zu Ausschreitungen, die sich inzwischen auf mehrere Städte ausgeweitet haben.

In Tirana setzten Randalierer unter anderem eine Bank und Räume einer Universität in Brand und drangen in mehrere Regierungsgebäude ein. Bei den Krawallen wurden in den vergangenen zwei Tagen fast 100 Polizisten verletzt und mehr als 100 mutmaßliche Randalierer festgenommen. Wegen der Lage vertagte das Parlament eine geplante Sitzung auf kommende Woche.

Ministerpräsident Edi Rama macht Oppositionspolitiker für die Gewalt verantwortlich. Die Studierenden fordern neben besseren Bedingungen im Bildungswesen auch seinen Rücktritt. Der Unmut über die Regierung hatte sich bereits vor Monaten verstärkt, nachdem bekannt geworden war, dass ein Immobilienprojekt in einem Naturschutzgebiet an der Adriaküste unterstützt wird.

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