Angreifer verfasste Manifest: Polizei stuft Schulattacke in Schongau als rechte Gewalttat ein
Die Ermittler stufen den Angriff eines 16 Jahre alten Jugendlichen auf zwei Schülerinnen an einem Gymnasium in Schongau als rechte Gewalttat ein. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann teilte im Landtag mit, der Beschuldigte habe ein Manifest verfasst, das unter anderem von Frauenhass, Queerfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus geprägt sei.
Die Polizei führt die Ermittlungen mit einer eigenen Gruppe namens 8. Juli unter Leitung der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Die Behörden hatten den Jugendlichen bereits länger im Blick, unter anderem wegen mutmaßlicher Verherrlichung von Amokläufen. Nach Herrmanns Angaben gab es bis zur Tat aber keine ausreichenden Gründe für Untersuchungshaft.
Bei dem Angriff am 8. Juli wurden zwei 13 Jahre alte Mädchen durch Messerstiche schwer verletzt. Zuvor hatte der Jugendliche einen Schuss mit einer Pistole abgegeben, die jedoch versagte.
