Kann die Berichtssaison für Entlastung sorgen?
Die Börsen haben sich zuletzt trotz hoher Ölpreise, hartnäckiger Inflation, steigender Zinsen und hoher Renditen an den Anleihemärkten behauptet. Ein Grund dafür waren starke Unternehmensgewinne, die sich in den vergangenen Quartalen robuster entwickelt haben als erwartet.
Nun richtet sich der Blick auf die Berichtssaison zum dritten Quartal. Marktteilnehmer hoffen auf weitere positive Überraschungen, die die Kurse stützen könnten. Analysten der Deutschen Bank erwarten für europäische Unternehmen weiter steigende Gewinne, auch Ulrich Kater von der Dekabank rechnet mit hohen Gewinnzuwächsen.
Im Fokus stehen zudem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die Preissetzungsmacht der Unternehmen und der Umgang mit höheren Kreditkosten. Erste Bankenbilanzen fielen gemischt aus: JPMorgan und Wells Fargo steigerten zwar ihre Gewinne, blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Goldman Sachs übertraf dagegen die Prognosen deutlich. Am deutschen Markt gab der DAX daraufhin einen Teil seiner frühen Gewinne ab und lag am frühen Nachmittag nur noch leicht im Plus.
