EU Außenminister: Sanktionspaket mit willkommener Nebenwirkung
Die Europäische Union hat das bislang größte individuelle Sanktionspaket seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verabschiedet. Nach Angaben aus Brüssel umfasst die neue Liste 1600 Einträge und richtet sich vor allem gegen Personen und Organisationen aus Russlands militärischem Komplex.
Betroffen sind unter anderem Akteure aus der Produktion ballistischer Raketen sowie Unternehmen, die Komponenten für Drohnen und Flugzeuge liefern. Dazu zählen etwa Radargeräte, Antennen, Sendeempfänger, Sprengstoffe, Munition sowie Optik und Navigationssysteme. Sanktionen wurden zudem gegen 77 Personen verhängt, denen die Mitwirkung an Scheinwahlen in besetzten Gebieten der Ukraine vorgeworfen wird.
Die gelisteten Personen dürfen nicht mehr in die EU einreisen und dort keine Geschäfte tätigen. Ihr Vermögen wird eingefroren. Die EU Außenbeauftragte Kaja Kallas sprach von spürbaren Folgen der bisherigen Maßnahmen. Insgesamt umfasst die EU Sanktionsliste gegen Russland nun rund 4500 Einträge.
