Goldabbaustätten getroffen: Dutzende Tote nach ägyptischem Luftangriff im Sudan
Bei einem Luftangriff auf eine Goldmine an der Grenze zwischen Sudan und Ägypten sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 72 Arbeiter getötet worden. Die sudanesische Organisation Emergency Lawyers erklärte, die ägyptische Luftwaffe habe den Angriff am Samstag geflogen.
Eine andere Organisation sprach sogar von 200 Toten und etwa 120 Verletzten. Die Angaben sowie die Vorwürfe gegen Ägypten lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Ägypten äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
In sudanesischen sozialen Medien kursierten zudem Bilder von Flugblättern, die von ägyptischen Flugzeugen abgeworfen worden sein sollen. Darin war von einer Sicherheitskampagne gegen illegalen Goldabbau die Rede. Im Juni war bereits einmal eine nicht lizenzierte Goldmine in der Grenzregion angegriffen worden, dabei wurden 23 Arbeiter getötet.
