Friedenspreis für Philippe Sands: Kritik an Israels Politik
Der französisch britische Völkerrechtler und Autor Philippe Sands hat in der Frankfurter Paulskirche den mit 25000 Euro dotierten Friedenspreis erhalten. Die Jury würdigte damit seinen Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und das Völkerrecht.
In seiner Dankesrede warf Sands Deutschland ein unanständiges Schweigen im Umgang mit Israel vor. Völkerrechtsverletzungen müssten klar benannt werden, sagte er. Die Frage, ob Israel an den Palästinensern einen Genozid verübe, sei ein nutzloses Ablenkungsmanöver. Zugleich betonte er, die Hamas Angriffe vom 7. Oktober 2023 seien entsetzlich und Israel habe ein Recht auf Selbstverteidigung, das aber an die Grenzen des Völkerrechts gebunden sei.
Die Laudatio hielt die Direktorin des NS Dokumentationszentrums München, Mirjam Zadoff. An der Feier nahmen auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft teil.
